Zum Inhalt springen
Das Buch Wertebilanz

Wertebilanz – value balance ®

Werte nachhaltig bilanzieren – für eine zukunftsfähige Ökonomie

Die traditionelle Bilanz weist Lücken und Defizite auf. Den komplexen Herausforderungen der heutigen Welt wird sie nicht mehr gerecht.

Ökologische Schwellenwerte und Werte wie Zukunftsfähigkeit, Resilienz, Kooperation, Risiko, Motivation oder Identifikation finden sich heute nicht hinreichend in den Bilanzen repräsentiert. Vieles läuft jenseits der Buchhaltung und Bilanzierung: unbeachtet, verborgen oder externalisiert.

Wertebilanz – Das Buch schafft bei Anwendung Abhilfe. Mit ihrem neuartigen System wird das Bilanzieren um wesentliche Gesichtspunkte ergänzt und realitätsnäher. Werte bilanzierende Unternehmen machen transparent und nachvollziehbar, was sie sozial, kulturell, ökologisch und nachhaltig leisten.

Die Wertebilanz misst 42 relevante Unternehmenswerte, die bisher keine Berücksichtigung finden. Unternehmen werden durch die neuartige Bilanzierung „wertvoller“, weil sie Auskunft über ihre tatsächliche Unternehmensrealität geben. Die identifizierten Werte werden messbar, indem wir sie in Zahlen „geldwert“ dokumentieren.

Am Ende steht eine Bilanz, die sich qualitativ sehen lassen kann, weil das Unternehmen in seiner ganzen Wirklichkeit erfasst wird. Die Wertebilanz und das Buch schafft durch „Aufklärung“ heute die Voraussetzung für die zukünftige Prosperität unserer Ökonomie.

Wertebilanz: Werte nachhaltig bilanzieren – für eine zukunftsfähige Ökonomie · Rainer Monnet · Lindemanns GmbH © 2021 · 212 Seiten

getabstract: Wertebilanz – Das Buch

Qualitäten: inspirierend, innovativ, 8,0

Unternehmensfinanzen/Controlling

getabstract Wertebilanz

Soziale, ökologische, nachhaltige oder kulturelle Aspekte sucht man in traditionellen Bilanzen vergebens. Ein deutlich umfassenderes und realistischeres Bild zeigt die Wertebilanz. Sie berücksichtigt wesentliche Unternehmenswerte und macht diese messbar, gleichzeitig führt sie zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen und stellt das langfristige Überleben der Organisation sicher. Ein augenöffnendes Buch für alle, die an innovativen und zukunftsfähigen Bilanzierungsansätzen interessiert sind.

Eine Wertebilanz berücksichtigt neben monetären Aspekten auch soziale, ökologische, nachhaltige und kulturelle Faktoren.

Herkömmliche Bilanzen bilden nur die finanzielle Perspektive ab. Eine Wertebilanz berücksichtigt zusätzlich soziale, ökologische, nachhaltige und kulturelle Aspekte. Dazu müssen entsprechende Werte definiert und deren monetäre Auswirkungen ermittelt werden.

Eine Wertebilanz hilft, Prozesse abzubilden, und erleichtert die Entscheidungsfindung. Sie zeigt Verbesserungspotenzial auf und wirkt sich positiv auf das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern aus. Dies macht das Unternehmen auch für Außenstehende attraktiver.

Die Basis der Wertebilanz sind Werte auf drei unterschiedlichen Ebenen.

Werte sind ethische oder moralische Qualitäten und Eigenschaften, die von der Allgemeinheit als gut und erstrebenswert angesehen werden. Sie betreffen die unterschiedlichsten Lebensbereiche und können sowohl materialistisch als auch ideell ausgeprägt sein.

Take-aways

  • Eine Wertebilanz berücksichtigt neben monetären Aspekten auch soziale, ökologische, nachhaltige und kulturelle Faktoren.
  • Die Basis der Wertebilanz sind Werte auf drei unterschiedlichen Ebenen.
  • „Sonnen-Werte“ sind Würde, Freiheit, Gleichheit, Humanität, Weisheit, Mut und Mäßigung.
  • „Planeten-Werte“ betreffen die menschliche, die kulturelle und die soziale Wertebildung.
  • „Irdische Werte“ beziehen sich auf den unternehmerischen Schaffensprozess.
  • Die Wertebilanz bewertet Ressourcen anhand ihres realen wirtschaftlichen Nutzens.
  • Betrachten Sie Rohstoffe als Anlagevermögen – das führt zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen.
  • Die Wertebilanz eröffnet Anlegern einen neuen Blick auf mögliche Investments.

Bilanzieren für eine zukunftsfähige Ökonomie

Wertebilanz das Buch

Für eine zukunftsfähige Ökonomie – Wertermittlung und -bilanzierung erweitert gedacht

Rezension: Peter Krause

Der Terminus „Bilanz“ ist heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch viel häufiger zu finden, als es noch vor Jahren der Fall war. Das kann als Indiz dafür gelten, dass immer mehr Menschen in ihrem Dasein und Leben nach jenen ausgewogenen Verhältnissen suchen, für die sich vordem nur Spezialist:innen interessierten. So nimmt es nicht Wunder, dass neue Formen des Bilanzierens gesucht werden, die über die klassische Buchhaltung hinausgehen. Rainer Monnet geht in seinem Buch „Wertebilanz“ auf die diesbezüglichen Überlegungen ein.

Die seit dem 15. Jahrhundert bekannte doppelte Buchführung liefert im Ergebnis eine Gegenüberstellung von Kapital (Passiva) und Vermögen (Aktiva). Sie macht sichtbar, in welche Vermögenswerte die jeweils zur Verfügung stehenden Kapitalien investiert wurden. Damit werden Rückschlüsse auf die Intentionen und den Erfolg der Investor:innen möglich. Wesentliche Grundlage für das Zustandekommen einer Bilanz ist, dass Ressourcen und Vorgänge bewertet werden. Die Einheit dafür ist traditionell das einer jeweiligen Standardwährung zugehörige Geld.

Monnet schließt daran an, auch indem er feststellt: „Geld ist eine geistige Form der Beschreibung von Werten, die entstehen und vergehen.“ Die eigentliche Wertschöpfung entsteht für ihn im Augenblick der Entnahme von Ressourcen aus dem Kreislauf der Natur. Mit durchaus kritischem Blick stellt der Autor immer wieder dar, dass dem Menschen damit eine Verantwortung zuwächst, maßvoll und in jeder Beziehung verantwortlich zu handeln. Die ökologische Problemlage wird differenziert beschrieben und immer wieder zur Grundlage für das Anliegen gemacht, zu erweiterten Wertvorstellungen vorzudringen. Darin ist das Kernanliegen des Autors zu verorten: Für ein jedes Unternehmen und seinen Erfolg wichtige, bislang unberücksichtigte Ressourcen und Werte zu entdecken, in Geldeinheiten auszudrücken und bilanziell zu erfassen.

Monnet zeigt in seinen Ausführungen, dass er die betrieblichen Abläufe in Firmen gut kennt (er war lange Jahre Innovation Manager in der SAP AG und ist seither als selbstständiger Berater tätig). Was er zu sagen hat, bettet er immer wieder in philosophisch tingierte Blickrichtungen ein. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen nimmt er Bezug zur Klassik mit Verweisen auf Schillers ästhetische Briefe oder die naturkundlichen Ausführungen Goethes. Besonderen Raum nehmen überdies Ausführungen ein, die zum Verständnis ökonomischer Prozesse künstlerischen Aspekten gewidmet sind.

Einen roten Faden legt Monnet, indem er für das bessere Verständnis drei Werteebenen voneinander unterscheidet, die er metaphorisch als Sonnen-, Planeten- und irdische Werteebene bezeichnet. Unter diesen Ebenen zugeordneten Begriffen summiert er die verschiedenen Bereiche, Prozesse und Gegenstände betrieblicher Wertschöpfung und stellt fest: „Bewertungen sind menschengemacht oder intelligent maschinenprogrammiert.“ Seine Ausführungen zur Künstlichen Intelligenz und zum Wert elektronischer Daten sind besonders lesenswert.

Gleichwohl ist das Buch aus der Sicht von Unternehmen geschrieben. Immer geht es um die implizite Empfehlung für und Beratung von Führungskräften oder Kapitaleigner:innen. Die Interessen der (sogenannten) Arbeitnehmer:innen werden nur in diesem Kontext betrachtet. Dabei wären die Gesichtspunkte für eine Wertebilanz durchaus reichhaltiger, wenn die Überlegungen mehr „Bottom-up“, weniger „Top-down“ ausgerichtet wären.

Obwohl manches nur angedeutet oder unberücksichtigt bleibt – wie z. B. die Problematik von Zins und Zinseszins – ist das Buch empfehlenswert für all diejenigen, denen neue Handlungsansätze in der Ökonomie ein Anliegen sind. Mit seinen Ausführungen zur „Wertebilanz“ gibt Rainer Monnet reichlich Anregungen zum Umdenken.

Rainer Monnet: „Wertebilanz – Werte nachhaltig bilanzieren – für eine zukunftsfähige Ökonomie“, 212 Seiten, Lindemanns (Verlag) 2021, ISBN 978-3-96308-110-1, 29,80 Euro

Peter Krause (* 1957) ist freier Journalist und Buchautor. Seine Themenschwerpunkte sind die Ökonomie, die Medizin und das Schreiben von Biografien.

Werte nachhaltig bilanzieren

Von Erhard Steiner, Oktober 2021

Sozial orientierte, fortschrittliche und gesunde Unternehmen, zumal wenn sie gemeinnützig sind, arbeiten oftmals am Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten. Als Vorstand derartiger Unternehmen habe ich mich immer gefragt, ob das eigentlich bei all den guten Ideen und Konzepten und der hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterschaft so sein muss. Und dies trotz wachsender Nachfrage und schlechter Bezahlung.

Allfällige Investitionen scheinen kaum finanzierbar. Geldgeber schauen auf die Bilanzen. Und da stehen Zahlen, die nicht die Realität des Unternehmens widerspiegeln. Entsprechend muss auf Mitgliederversammlungen immer wieder über die Rücklagen oder Abschreibungen diskutiert werden.

Für kulturschaffende Organisationen des freien Geisteslebens können zwei Beispiele genannt werden, wie menschliche Ressourcen Eingang in eine Wertebilanz finden. Das erste sind die Fähigkeiten, die Mitarbeiter sich eigenständig erwerben durch Arbeitszeit oder mittels Weiterqualifikationen. Ein zweites sind die Potentiale, also Ideen, Innovationen, Entwicklungen der Mitarbeiter, die in die Tat umgesetzt werden. Diese können in ihrer Entwicklung mit Wirkungsbuchungen erfasst und verfolgt werden. Alles in Euro und Cent buchbar.

Als Nicht-Betriebswirt muss ich mich jedes Jahr aufs Neue in die herkömmlichen Bilanzen hineinarbeiten. Rainer Monnets Arbeit zur Wertebilanz machte mir klar, dass dies in Zukunft nicht mehr so sein muss.

Der Ansatz begeistert mich. Auch wenn ich als Laie einige Dinge zweimal lesen musste, um den Überblick zu behalten – es ist keine Einführung in Buchführung für Laien. Die Fachleute zur Umsetzung wird es nach wie vor brauchen, das Buch ist jedoch zumindest für die Vorstandsarbeit sehr zu empfehlen. Monnet zeigt, wie humane, soziale und kulturelle Ressourcen tatsächlich abgebildet werden können.

Daraus resultiert ein realer Vermögenszuwachs und dies steigert die Kreditwürdigkeit. So etwas bilanziell schwer Fassbares wie Nachhaltigkeit wird buch- und damit sichtbar und schließlich in der Bilanz zum »Wert«. Er weist nach, dass dies nicht nur legal ist, sondern dem Sinn einer Veröffentlichungspflicht sogar viel mehr entspricht.

Erziehungskunst: Werte nachhaltig bilanzieren

Rainer Monnet: Wertebilanz. Werte nachhaltig bilanzieren. Für eine zukunftsfähige Ökologie. 212 S., Bretten 2021, Lindemanns Bibliothek, Bd. 372, ISBN 978-3-96308-110-1, 29,80 EUR

„Wertebilanz“ für das Unternehmen der Zukunft

Rezension: Andreas Heuberger

Ein kluger Zeitgenosse hat sich dazu wie folgt ausgelassen: „Die herkömmliche Unternehmensbilanz ist im Prinzip eine Gegenüberstellung von Wertkategorien.“ Diese Form der gelisteten Gewichtung weist erhebliche Lücken und Defizite auf. Dadurch gehen fundamentale, aber unerkannte Werte im Unternehmen verloren, „Schätze“ werden nicht gehoben. Vor allem der menschliche Faktor und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens kommen zu kurz.

Die Antwort auf das Ungenügen – die Wertebilanz! Mit diesem Ungenügen will sich Rainer Monnet, erst Innovationsmanager bei SAP, danach Unternehmer und Berater, nicht abfinden. Als Folge seiner jahrelangen Beschäftigung mit dem Thema schlägt er 42 Werte vor, die künftig (mit) bilanziert werden können. Es müssen allerdings nicht alle bilanziert werden. Es ist ein offenes System mit Freiheitsgraden. Das Vorhaben ist stringent aufeinander aufgebaut, nachvollziehbar und praxisorientiert.

Monnets Ansatz ist wie geschaffen für eine Zeit der Klima- und überhaupt von Nachhaltigkeitsbilanzen, die künftig spürbare, direkte monetäre und rechtliche Konsequenzen haben werden. Vorreiter, First Mover, intelligente Marktteilnehmer antizipieren das mehr oder weniger „Unvermeidliche“, lassen sich nicht pushen, sondern pullen höchst selbst und setzen damit Maßstäbe für jeweilige Branchen.

Die Wertebilanz erschließt neue Kapitalien. Den bisherigen Hauptproduktionsquellen stellt Monnet neue „Kapitalien“ zur Seite, die aufgespürt und erschlossen werden können und sollen, im Interesse aller Stakeholder. Richtig genutzt kann das Ganze wesentlich dazu beitragen, Potenziale früher und genauer zu sichten, Schwachstellen rechtzeitig zu erkennen und das Unternehmen fitter zu machen.

Selbstredend gelten die zugrunde gelegten Kategorien nicht nur für Privatunternehmen, sondern auch für alle (halb-)staatlichen Einrichtungen sowie Einheiten des 3. Sektors. Für alle sind die (unternehmens-)politischen respektive Reputations-Potentiale erheblich, nach außen wie innen.

Relevantes nachhaltig bilanzieren

Der Immobilienbrief · Rezension von Dr. Kurt E. Becker

Die herkömmliche Unternehmensbilanz ist im Prinzip eine Gegenüberstellung von Wertkategorien. Rainer Monnet moniert, dass die gängige Unternehmensbilanzierung Lücken und Defizite aufweist. Deswegen werden alle mit ESG befassten Themen in ihrem Kern weitestgehend ausgeklammert oder in Zusatzbilanzen und Anhängen erfasst.

Dadurch gehen „wesentliche“ Werte im Unternehmen verloren, respektive „Schätze“ werden nicht gesehen und folglich nicht gehoben. Vor allem der „menschliche Faktor“, aber auch Resilienz und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen kommen zu kurz, die Bilanz deckt die tatsächliche unternehmerische Wirklichkeit nicht adäquat ab.

Diesem Manko begegnet Monnet mit seiner „Wertebilanz“, basierend auf einem neuen System der Kategorisierung und Wertermittlung. Monnet misst 42 relevante Unternehmenswerte, die bislang ohne Berücksichtigung geblieben waren. Aufklärend, nachvollziehbar, dem Leser sofort einsichtig. Die unternehmerische Wirklichkeit wird durch diesen neuen, holistischen Ansatz der Bilanzierung transparenter.

Rainer Monnet, ehemals Innovation Manager bei SAP, heute Unternehmer und Berater, hat ein Buch vorgelegt, das Ökonomie und Ökologie in beeindruckender Art und Weise harmonisiert und das Potenzial hat, heute messbar zu machen, was morgen und übermorgen die Überlebensfähigkeit von Unternehmen sichern wird. Ein gut lesbares Buch mit Tiefgang und einem überzeugenden Praxisbezug.

Rainer Monnet: „Wertebilanz“, Paperback, 212 Seiten, Lindemanns Bibliothek Band 372, ISBN 978-396308-110-1, 29,80 Euro

Individuelle, kulturelle und soziale Werte sichtbar machen

Monnet schreibt schön und gut verständlich. Er zeigt Wege einer tatsächlichen Abbildung vor allem der humanen, sozialen und kulturellen Ressourcen. Daraus resultiert ein realer Vermögenszuwachs, und dies steigert die Kreditwürdigkeit. Sogar bilanziell bisher schwer Fassbares wie die Nachhaltigkeit sozial orientierter Unternehmungen wird buch- und damit sichtbar und schließlich in der Bilanz ein Wert. Dies wird auch zur Folge haben, dass eine viel größere Transparenz und Verständlichkeit aus den Bilanzen strahlt.