
Volleinkommen – eine Utopie? 2026
Dieser Artikel dient als Denkanstoß zur Weiterführung einer existenziellen sozialen Frage. Ein vertiefender Realitätscheck nebst Machbarkeitsstudie müssten folgen. Es liegt dem Autor fern, eine ideologische Debatte auszulösen. Die Denkbewegungen in diesem Artikel mögen lediglich in eine ungewohnte Richtung führen. Dies auch, um dem begonnenen Diskurs über ein Grundeinkommen (Bedingungsloses Grundeinkommen BGE), neuerlich Bürgergeld[1], neuen Wind unter die Segel zu blasen.
Die mit diesem Diskurs einhergehende gesellschaftliche Auseinandersetzung währt bereits seit mehr als einer Dekade. Eine Konsensbildung konnte bisher nicht erreicht werden. In der Schweiz fand 2016 eine Volksabstimmung statt. Ein Viertel aller Bürger stimmte dafür.[2]
Die Grundeinkommenskonzepte und deren geldliche Umsetzung basieren auf Steuereinnahmen. Der Staat bleibt Eintreiber und Zahlmeister auch beim BGE. Das BGE ersetzt in gewisser Weise Hartz IV auf höherem Niveau. Damit wird der Staat die Kontrollinstanz für alle Bürgereinkommen.
VOLLEINKOMMEN
Ist ein Volleinkommen für alle Bürger sinnvoll? Wie könnte dies realisiert werden? Was passiert, wenn wir Lohn/Gehalt von der Arbeit entkoppeln? Können wir uns ein Volleinkommen als Gesellschaft und Wirtschaft finanziell leisten? Wie wird das notwendige Geld dafür erwirtschaftet? Ist Einkommen für alle ohne dafür geleistete Arbeit denk- und realisierbar? Die Einwände der Gegner werden ähnlich sein wie die der BGE Skeptiker. Ohne dafür je einen Finger krumm gemacht zu haben ein volles Einkommen? Wird daraus eine Gesellschaft von Taugenichtsen und Faulen resultieren?
Volleinkommen ist ein eher selten verwendeter Begriff. Menschen haben Grundbedarfe. Zu diesen zählen Ernährung, Kleidung, Wohnen, Energie, Gesundheit, Mobilität. Soziokulturelle Bedarfe wie Kommunikation, Kultur, Bildung, Sport und frei gestaltbare Zeit kommen hinzu. Zusammen ermöglichen sie ein würdiges Leben für die Menschen. Wir kennen statistische Warenkörbe[3], aber keine Bedarfs- oder Bedürfniskörbe, zumindest nicht in Euro bewertet.
Fakt ist, dass die Menschen unterschiedliche Bedarfe haben und wir volkswirtschaftlich gesehen diese konkret und aktuell nicht ermitteln. Daher ist es folgerichtig, dass ein einheitliches über den Kamm geschorenes Volleinkommen keinen Sinn ergibt. Idealerweise stehen die Einkommen in Korrelation zu den Bedarfen der Menschen und diese werden mittels Kaufkraft gedeckt. Nach oben hin sollten die Einkommen gedeckelt werden.
Rasch wird klar, ein Anteil der Finanzierung eines Volleinkommens wird aus der Umverteilung des Reichtums in das Volleinkommen notwendig. Zumindest sicherlich der anfängliche Mehraufwand für die allfälligen Volleinkommen der jetzt Armen (Empfänger von Sozialleistungen, Obdachlose, Hilfebedürftige).
Wir benötigen die Wertschöpfung durch die Arbeitsleistung aller Arbeitsfähigen und -willigen. Das ist die einzige Konjunktion zwischen Arbeit und Einkommen. Wird die notwendige Wertschöpfung nicht erbracht, sinkt das Volleinkommen. Wir sitzen alle im selben Boot. Es kann nur so viel verteilt werden, wie erwirtschaftet ist.
Vielleicht wäre es ein praktisches Experiment wert? Bürger erhalten über einen Zeitraum von einem Jahr ein bedarfsorientiertes (gedeckeltes) Einkommen. Wir haben durch Corona bedingt einen „Crashtest“, eine extreme volkswirtschaftliche Situation gemeistert, mit dem Hinkefuß einer Milliarden-Staatsverschuldung.
Vor Corona hätten sich die wenigsten Bürger vorstellen können, dass so etwas auf diesem sozialen Niveau funktionieren könnte. Das Volleinkommen können wir experimentell erproben, vielleicht nicht gleich mit allen Bürgern zugleich. Und auf keinen Fall mittels weiterer Staatsverschuldung.
FINANZIELLE UND VOLKSWIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE
62,5 % der Bürger erwirtschaften das Einkommen Aller. Kinder, Jugendliche und Senioren sind die verbleibenden 37,5%, die Einkommen ohne Arbeit beziehen. 83.494.000 Bürger lebten 2021 in Deutschland auf der Grundlage eines BIP pro Person[4] und Jahr von 40.949 Euro.[5]
Der durchschnittliche Brutto-Monatsverdienst lag 2021 bei 3.975 Euro = 47.700 Euro p.a. Eingerechnet sind nicht die Einkommen aus Kapitaleinkünften oder Vermögenswerten. Die wirtschaftliche Gesamtleistung der Arbeitenden (62,5%) in Deutschland reicht durchschnittlich für 29.813 Euro p.a. oder 2.484 Euro p.m. pro Bürger finanziell aus, alle Erwerbs- und Altersgruppen eingeschlossen. Das ist erstaunlich viel.
Die Frage stellt sich nun, wie diese Mittel an die Bürger verteilt werden. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, den Bürger weiterhin dort sein Einkommen beziehen zu lassen, wo es entsteht: Im Wirtschaftsleben respektive einer aus dieser entstandenen Organisation oder Unternehmen. Auf das Volleinkommen entfallen zukünftig keine Einkommenssteuern und folglich entfällt die Steuererklärung für Arbeitende.
Immense Einsparungen, ehemals ausgelöst durch die Abgabenordnung und Einkommensteuergesetzgebung könnten erzielt werden[6]. Die Staatsquote 2021 in Deutschland liegt bereits bei über 51%. Die Verteilung der Einkommen sollte von der staatlichen Gewalt entkoppelt werden. Denken wir uns dies zunächst als möglich, auch wenn es in der Gegenwart in Händen der Staatsgewalt selbst liegt.
ARBEIT
Wenden wir uns dem Begriff Arbeit[7] zu. Geschichtlich betrachtet, kannte die Antike diesen in der heutigen Form nicht. Die Reichen oder Privilegierten arbeiteten nicht. Sklaven und Bedienstete waren für niedere Verrichtungen quasi „geboren“. Der Arbeits-Begriff entwickelte sich aus dem römischen Recht, genauer dem Sklavenrecht unter weitestgehender Abschaffung der Leibeigenschaft.
Übrig blieb die Lohnarbeit und das damit verbundene Sozialrecht bismarckscher Prägung. Dieses bestimmt in Bezug auf die Einkommensfrage und Arbeit im Groben bis heute unser Denken. In der klassischen Volkswirtschaftslehre halten wir an der Vorstellung, Arbeit sei ein Produktionsfaktor fest. Ist dies so oder eine weitere Illusion aus längst vergangenen Zeiten?
Arbeit ist mit dem Wesen des Menschen zutiefst verbunden, sie entspringt gleichsam aus ihm. Selbstverwirklichung, im sozialen Sinne verstanden, gehört hierher. Sie ist mit der Sinnfrage auch der Arbeit verbunden. Und sie berührt damit die Frage, welchen Sinn mein Leben hat? Was ist mein Beitrag, den ich durch meine Arbeit der Welt zur Verfügung stelle?
Damit löst sich auch die Hierarchie der niederen zur höheren Arbeit auf. Jeder Mensch bringt in die Gesellschaft idealerweise die Arbeit ein, für die er steht, zu der er fähig ist und die ihm entspricht. Die Ergebnisse werden mit großer Wahrscheinlichkeit begleitet sein von hoher Motivation und hohen Leistungen.
Zur Utopie des Volleinkommens gehört auch das soziale Hauptgesetz[8] Rudolf Steiners, das Joseph Beuys einmal auf wenige Worte brachte: „Nichts für mich, sondern alles für den anderen.“
EINKOMMEN
Im Bewusstsein des größten Teiles der Bevölkerung ist Einkommen von der Arbeit abhängig. Ohne Arbeit kein Lohn, ohne Erwerbsarbeit keine Erwerbsrente. Damit ist vielleicht eine Angst verbunden, keine Freiheiten am Lebensabend zu haben, endlich das zu tun, was man sein ganzes Arbeitsleben nicht konnte. Zwischen Arbeit und Arbeitsleistung wird dann differenziert, wenn es um die Frage der unterschiedlichen monetären Vergütung von Mitarbeitenden geht.
Einkommen ist das Mittel, um idealerweise in Freiheit für seine Aufgabe tätig sein zu können. Daher ist es so wichtig, zu verstehen: Einkommen ist nicht der Preis für die geleistete Arbeit. Wohl aber ermöglicht das Einkommen die Arbeitsleistung. Motto einer zukünftigen Arbeitsethik möge sein:
Nicht was brauche ich? – sondern: Was brauche ich, damit ich das machen kann, was andere benötigen? Geld und Arbeit sind keine austauschbaren Werte, sondern nur Geld und Arbeitserzeugnisse. Es ist sogar schädlich, Arbeit zu bezahlen. „Gebe ich daher Geld für Arbeit, so tue ich etwas Falsches. Ich schaffe einen Scheinvorgang.[9]“
Die Superreichen erzielen Einkommen hauptsächlich ohne Arbeit, nämlich aus den Erträgen ihres Kapitals. Die antiken Wirkungsweisen haben sich also durch unsere Sozialgesetzgebungen in den letzten 150 Jahren nicht sonderlich geändert. Die Schere zwischen Armut und Reichtum war wahrscheinlich nie so groß wie heute. 82 % des globalen Vermögenswachstums gingen 2018 an das reichste ein Prozent der Weltbevölkerung, während das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung stagnierte.
Einer Milliarde Hungernden stehen weltweit zwei Milliarden Übergewichtige gegenüber.[10] Der Niedriglohnsektor boomt und kaschiert die Arbeitslosenstatistik. Den Mittelstand in Amerika hat es schon vor einer ganzen Weile hart erwischt. Zeltstädte sind in New York und San Francisco entstanden. Tausende Menschen aus dem ehemaligen Mittelstand leben in Armut.[11] Wir haben ein globales System erschaffen, welches dies ermöglicht und nicht verhindert.
Ursachen sind unter anderem ein fehlgeleiteter Eigentumsbegriff, der Ausbeutung und die Befriedigung von Gier in ungeheurem Maße ermöglicht. Dies gepaart mit mangelndem Verantwortungsbegriff, der das soziale und die gerechte Verteilung der Gewinne in neue Bahnen steuert. Ein weiterer Gesichtspunkt ist der Lobbyismus und die Verzahnung von Macht in Wirtschaft und Politik. Die Aufzählung ist nur exemplarisch.
ARMUT UND SOZIALE FRAGE
Je weiter wir in Deutschland die Armutsschere öffnen, umso wahrscheinlicher wird es, dass unsere Mittelklasse dieses Schicksal ebenfalls erfährt. Dieser Entwicklung politisch mit einem höheren Mindestlohn zu begegnen, gleicht Opium für das Volk, ist einfalls- wie nachhaltigkeitslos. Durch die industrielle Entwicklung und den damit verbundenen Folgen für die Gesellschaft wurde deutlich erlebbar, dass Arbeitsteilung nicht nur ökonomisch zu Wohlstand führt.
Sie ermächtigt den Menschen auch, für andere tätig und nicht mehr Selbstversorger zu sein. Die Arbeit ist für den Menschen und die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Sie ist für uns Teil unserer Sozialität und unserer persönlichen Entwicklung. Volkswirtschaftlich beginnt die Wertentstehung oder Wertschöpfung, wenn die Natur durch die menschliche Tätigkeit oder Arbeit verändert oder veredelt wird. Leider tritt hier auch eine weitere Schattenseite menschlichen Versagens zutage.
Der Mensch zerstört in nie dagewesenem Ausmaß die natürlichen Ressourcen der Erde. Dasguptha Review: “The Economics of Biodiversity”[12]. Deutlich arbeitete Dasguptha mit seinem Team in der Royal Society heraus, dass menschliche Ökonomien eingebettet sind in die Natur. Wir behandeln und nutzen sie spätestens seit Beginn der Industrialisierung wie ein Selbstbedienungslager.
OHNE ARBEIT
Wenn dem Menschen die Arbeit genommen wird, leidet er zumeist. Wir haben in unserem Sozialstaat Anfang des letzten Jahrhunderts in Deutschland die gesetzliche Arbeitslosenversicherung verankert. Für Arbeitslosenversicherung und vor allem für Arbeitslosengeld II (Hartz IV) sollte ein anderer Begriff gefunden werden.
Arbeitslosigkeit hat ein Stigma und trifft das Wesen der Arbeit nicht. Auch wenn ich den Arbeitsplatz verliere, kann ich trotzdem erwerbslose Arbeit verrichten. Und dies in aller Würde. Die Grundsicherung ist zunächst sinnvoll für Menschen, die vorübergehend oder auf Dauer keine Arbeit haben. Im September 2021 waren es etwa 2,67 Millionen, also durchschnittlich 5,8 % der Erwerbsfähigen.[13]
Es wird immer Menschen geben, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht arbeiten oder werktätig sein können (schätzungsweise 3 % der Arbeitslosen = 66.000 = 0,08 %). Der Anteil der Arbeitsverweigerung ist nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes seit 2007 sogar um 30 % gesunken.
Lediglich 0,5 % aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher wurden auf Grund von Arbeitsverweigerung sanktioniert. Das belegt die Arbeitsbereitschaft der Menschen. Die breite Mehrheit unternimmt alles, um wieder in Arbeit zu kommen.[14]
Der Verlust des Arbeitsplatzes löst häufig erhebliche Beeinträchtigungen des Wohlbefindens aus. Eine Studie aus den USA belegt dies eindrucksvoll. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Arbeitslosen haben sich als nur begrenzt wirksam erwiesen.[15]
Automaten oder Roboter leisten keine Arbeit. Sie sind intelligente Maschinen. Sie werden darauf programmiert, Teile der Produktion in einer bestimmten Zeit zu übernehmen. Sie erbringen vordefinierte Leistungen. Das bedeutet, sie erledigen bestimmte und vom Menschen vorgedachte, programmierte und geplante Aufgaben.
Arbeit hingegen ist mit dem Menschen verbunden. Sie entspringt dem menschlichen Wesen. Die Organisation und Arbeitsteilung ist eine höhere Form der durchgeistigten Arbeit. Die höhere Organisation der Arbeit hat aber auch zur Konsequenz, dass sich diese von der Natur ablösen kann und sich damit über sie erhebt und stellt.
Menschen meinen, Lohn oder Gehalt für ihre geleistete Arbeit zu erhalten. Genauer betrachtet ist dies eine Fiktion. Arbeit für Geld oder Geld für Arbeit ist eine Fortsetzung des antiken Denkens. Es macht die Arbeit und schlussendlich damit in gewisser Weise auch einen Teil des Menschen zur Ware. Der Arbeitende erhält ein Einkommen damit und nicht, weswegen er arbeiten kann. Davon bestreitet er seinen Lebensunterhalt. Das ist ein verkannter Unterschied.
UNTERNEHMERISCHE ASPEKTE
Ein gesundes Unternehmen sorgt für seine Mitarbeitenden, indem es die Grundbedarfe der Mitarbeiter durch Einkommen deckt. In einer arbeitsteiligen Welt arbeitet der Kollege ebenso für sich wie für die anderen Mitarbeitenden. So erhält die Arbeit einen Sinn und wertmäßig einen Ausgleich/Ertrag. Arbeit im konventionellen Verständnis ist bezahlte, abhängige, ganztägige und außerhäusliche Vollerwerbstätigkeit.
In ihrem Entstehen untrennbar verbunden mit der Industrialisierung. Einkommen dienen der Ermöglichung des Lebens und Leistungsfähigkeit der Arbeitenden. Sie sollten gebildet werden aus den Einnahmen, welche die Empfänger der Einkommen für die Waren oder Dienstleistungen entrichten, indem jedem Mitarbeitenden ein individueller Teil zuerkannt wird.
Die Agentur für Arbeit könnte in eine Stiftung für Arbeit überführt werden. Sinn und Zweck wäre die Arbeit im Land (besser) zu verteilen. Ein Volleinkommen legt den Gedanken der Vollbeschäftigung nahe. Eine Assoziation innerhalb der Wirtschaft könnte die Bedarfe und korrelierten Einkommen eruieren, die zur Befriedigung aller Bedarfe notwendig sind.
Ebenso könnte ein Organ gebildet werden, das über die jeweilige Höhe des Einkommens zusammen mit den Arbeitenden entscheidet. Damit entfiele die „Gängelung“ in den Unternehmen und in den sozialen Sicherungssystemen (Harz IV) unserer Gesellschaft. Wir könnten uns beweisen, dass exzellente Arbeitsleistung nicht von Bezahlung, Arbeitsleistung per se nicht von monetären Anreizen abhängig ist.
Wenig Geld für wenig zugesprochene Leistung. In zunehmendem Maße setzt diese Haltung sich in Firmen und bei Mitarbeitenden durch, Stichwort „News Work“. Außerdem müssten Unternehmen zwei Verträge mit den Mitarbeitenden schließen. Einen für die Arbeitsleistung und einen für das Einkommen.
UTOPIE
Ist das Volleinkommen eine Utopie? Ja, im Augenblick natürlich. Denken wir das gemeinsam durch. Erwerbsloses Einkommen ist stigmatisiert. Nur Einkommen durch Arbeit ist gesellschaftlich anerkannt. Armut und Einkommen ohne Arbeit nehmen allerdings immer größere Dimensionen an. Arbeit und Einkommen sind real zwei unterschiedliche Dinge. Wer anderes behauptet oder meint, das Einkommen nur durch Arbeit zu erzielen sei, sieht an der Wirklichkeit vorbei und haftet einem Glaubenssatz an. Wie sollen wir das finanzieren?
Das kann nicht funktionieren, werden die Bewahrer des Ist entgegnen. Alles hängt von der Leistungserbringung der Mitarbeitenden unserer Volkswirtschaft ab. Es ist die Frage, ob wir eine soziale Frage und die Wirklichkeit in unser Leben „hineinlassen“ wollen. Höchstwahrscheinlich ernten wir große Zufriedenheit der Bürger und weiterhin wirtschaftliches Wachstum, aber maßvoll.
Natürlich ist dies alles eine nationale Betrachtungsweise. International dies zu durchdenken und zu erproben, wird in jedem Land anders zu lösen sein, da die Verhältnisse in den ärmeren Ländern konträr zu den unseren sind. Durch Volleinkommen kann eine neue soziale Realität geschaffen werden, auf den Versuch käme es an.
Rainer Monnet, Freiburg im Breisgau, März 2024, Erschienen in der Zeitschrift „Humane Wirtschaft“, überarbeitet
und LinkedIn: https://www.linkedin.com/pulse/volleinkommen-eine-utopie-zur-unzeit-rainer-monnet-xhgue/?trackingId=zNv5TFGlQ2CPViBCLAp3jw%3D%3D
monnet.biz – Unternehmensentwicklung
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen
Dieser Idee nach bekommen alle Bürger einen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung eines Grundeinkommens in Höhe von 1.000, – -/1.200,- Euro pro Monat. Und das alles steuerfinanziert.
[2] https://www.grundeinkommen.ch
[3] https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/21108/warenkorb/
[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14433/umfrage/bruttoinlandsprodukt-bip-in-deutschland-pro-kopf-seit-1970
[5] https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/#dossierKeyfigures
[6] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161337/umfrage/staatsquote-gesamtausgaben-des-staates-in-relation-zum-bip/
[7] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/arbeit-31465
[8]https://www.dreigliederung.de/files/download/publikationen/steinerzitate-8-anthroposophischer-sozialimpuls.pdf
[9] Die Kernpunkte der Sozialen Frage, Rudolf Steiner
[10] https://www.boeckler.de/wsi-mitteilungen_117218_117228.htm#
[11] https://www.census.gov/library/publications/2019/demo/p60-266.html#:~:text=Poverty%3A,14.8%20percent%20to%2011.8%20percent
[12] https://www.gov.uk/government/publications/final-report-the-economics-of-biodiversity-the-dasgupta-review
[13] https://de.statista.com/themen/58/arbeitslosigkeit/
[14] Paritätischer Wohlfahrtsverband, https://www.presseportal.de/ pm/53407/2232468
[15] Losing a Job: The Nonpecuniary Cost of Unemployment in the United States, https://academic.oup.com/sf/article-abstract/91/2/609/2235700?redirectedFrom=fulltext, http://agso.uni-graz.at/marienthal/studie/00.htm
Erschienen: 2022 Über die Utopie eines Volleinkommens, Artikel Rainer Monnet, Humane Wirtschaft, https://humane-wirtschaft.de/zeitschriftenarchiv/ausgaben-2022