Ressourcen

WertePost – Ressourcen

RESSOURCEN

Teil 2:

Less reporting, more accounting – Weniger Berichtswesen, mehr Buchführung

 

In den folgenden fünf Teilen dieser Serie von WerteBlogs gehen wir der Frage nach, inwieweit unsere derzeitigen Reporting Werkzeuge tauglich sind, die notwendigen Schritte für unsere Zukunftsfähigkeit (Sustainability) zu erzielen.

In Teil eins untersuchen wir, ob die Agenda 2030 für Unternehmen wirksam ist. Teil 2 behandelt die Frage nach den Ressourcen und der Frage nach der Endlichkeit. Teil 3 wirft einen Blick auf die Klimafragen und Reporting. Teil 4 bringt einen neuen Ideenansatz, die Nachhaltigkeit im Umgang mit unseren Ressourcen mit einem anderen Umgang mit Aktiva und AfA zu lösen. Teil 5 beleuchtet ESG und die EU-Taxonomie und deren Schwächen.

 

Schätze schützen

Menschen träumen gerne von Schätzen. Es kann uns zu äußerem Reichtum verhelfen. Seit Columbus und der Kolonialisierung der Neuen Welt hoben wir, im Bilde gesprochen, die Schätze vom Boden auf, mit wenig Aufwand im Vergleich zu heute. Wir nahmen und raubten die Schätze der Erde oder der Ureinwohner auf meist natur- und menschenverachtende Art. Als gäbe es weder Übermorgen noch Würde.

Bodenschätze sind Rohstoffe, welche die Grundlage unseres Wirtschaftswachstums und unserer Zivilisation bilden. Wem gehören sie? Wer hat das Recht, diese zu entnehmen und fördern? Wir benötigen dringend andere Antworten auf diese Fragen, als wir sie uns bislang gaben.

2021 erschien der Dasgupta Review: “The Economics of Biodiversity” [1]. Dasgupta arbeitete mit seinem Team im Rahmen der Royal Society heraus, dass der Mensch nur ein Teil der Natur ist. Menschliche Ökonomien sind eingebettet in die Natur oder ihr Erdsystem. Rohstoffe sind Assets der Natur. Der Mensch ist demnach ein Asset Manager. Bislang ein eher schlechter, wenn wir die Folgen unseres Handelns für die Natur ansehen. Die ‚Impact Equation‘, im Sinne einer Wirkungsgleichung, wird im Report hergeleitet. Bringen wir die Impact Equation als Bewertungsmaßstab mit den SDGs in Beziehung, entstehen für die SDGs im Allgemeinen und vor allem für Unternehmen weitere Fragezeichen. Wir behandeln und nutzen die Natur spätestens seit Beginn der Industrialisierung wie ein Selbstbedienungslager. Wir Menschen sollten tunlichst lernen, intelligentere und umsichtigere Asset Manager zu werden.

 

Eigentum

Investoren, Staaten oder Unternehmen genießen das Eigentumsrecht, Rohstoffe der Erde zu entnehmen und verwerten, so wie es ihnen beliebt. Das gilt auch für Expeditionen ins Weltall und mögliche neue Rohstoffquellen. Wir Menschen bemächtigen uns. Es herrschen nicht die Gesetze der Natur, sondern die der Entnehmenden. So wundern wir uns nicht, dass die Natur den Kürzeren zieht. Rohstoffe ordnen wir den natürlichen Ressourcen zu. Aber es existieren auch andere Ressourcen, die unser Leben und die Wirtschaft bedingen.

Arten von Ressourcen

  • Natürliche Ressourcen – Rohstoffe, Naturgüter, …
  • Menschliche Ressourcen – geistiges Potenzial, wissenschaftliche Erkenntnisse, Patente, …
  • Soziale-rechtliche Ressourcen – unternehmerische gesellschaftliche Gesamtverantwortung, Kooperation und Zusammenarbeit, Arbeitskraft, …
  • Kulturelle Ressourcen – Bildung, Erziehung, Kultur..
  • Künstliche datenbasierte Ressourcen – Master Data, Big Data

Näheres dazu im Kapitel 13 im Buch „Wertebilanz“. [2]

 

Ein halbes Jahrhundert

Bis vor etwa 50 Jahren, mit ausgelöst auch durch den Club of Rome [3] und die keimende weltweite Umweltschutzbewegung, sahen wir natürliche Ressourcen bis dahin als nahezu unendlich an. Wir hatten kein kollektives Bewusstsein für die Endlichkeit der Ressourcen. Neigte sich eine Quelle dem Ende, gingen wir zur nächstgelegenen. Ausgenommen waren Gold, Diamanten oder Silber, die schon immer als selten und begrenzt verfügbar galten. Scheinbar ausgehende oder knapp werdende Ressourcen erlebten wir bis dahin nicht als dramatisch. Gaia, unsere Mutter Erde, bot uns reichlich andere. Die technische und industrielle Revolution ermöglichte uns natürliche Ressourcen aus Minen, die als ausgeschöpft galten, weiterhin auszuschlachten. Wir gingen dazu über, ganze Berge abzutragen, um aus immer mehr Masse immer weniger Ausbeute zu erzielen. Es gibt inzwischen weitere Veröffentlichungen des Berichtes des Club of Rome (1972) [4]. Die aktuellen Berichte und Veröffentlichungen sind hier aufgeführt [5].

 

Raubbau

‚Sammelten‘ wir im Bilde gesprochen vor etwa 200 Jahren die Erze von der Erde auf, pressen wir nun die Erde aus, wie eine gebrauchte Zitrone. Wir hinterlassen Krater, zerstörte Ökosysteme und nutzlose Wüsten. Die Natur vermag sich von diesen Torturen kaum zu erholen, die nicht nachwachsenden Ressourcen schon gar nicht. Mit der immer steigenden Zunahme des Raubbaus erlangten zwei Faktoren Bedeutung. Die Energie und deren Preise. Die Erschließung der Ressourcen wurde in Korrelation mit der Menge an Abraum immer kostspieliger. Der Koeffizient zwischen Abraum und Ertrag nähert sich immer mehr Null. Minen werden dann endgültig geschlossen. Im Zuge dieses Fortschritts, der eher ein Rückschritt ist, lernten wir die Erde immer genauer zu vermessen und zu erkunden. Vor allem interessiert die Landeigner, die Eigentümer der Bodenschätzen, die Frage der Endlichkeit der Ressourcen sehr. In Zeiten knapper werdender Ressourcen, steigendem Energieverbrauch und wachsendem Bewusstsein für Nachhaltigkeit/Zukunftsfähigkeit stellt sich eine bedeutende Frage: Wie viele Rohstoffe haben wir tatsächlich (noch) zur Verfügung und wie lange reichen diese? [6]

 

Seltene Werte

Die Frage der Endlichkeit lässt sich aus mehreren Gründen nicht leicht beantworten. Wir stoßen immer wieder, wenn auch im letzten Jahrhundert immer seltener, auf neue Rohstoffquellen. Wir wissen also nicht exakt um die noch zur Verfügung stehenden Orte und vor allem die neuen Fördermengen sind schwerlich zu bestimmen. Zudem haben Staaten oder Unternehmen die Hand auf den Landrechten. Sie wähnen es als ihr Eigentum oder zumindest verhalten sie sich dementsprechend. Damit verfügen sie auch über die Macht, die Zahlen über die Ressourcen Vorkommen zu verheimlichen oder zu manipulieren. Inzwischen findet ein wachsender elektronischer Handel mit Rohstoffen oder Derivaten an den Börsen statt. Diese reagieren sehr sensibel auf Nachrichten über Mangel oder Endlichkeit von Bodenschätzen. Ferner ist von Belang, wie ergiebig die Ressourcenquellen sind. Wir haben einen größeren Aufwand betrieben, dieser Fragestellung nachzugehen.

Ressourcen

Die Ressourcenvorkommen (hier finden sie eine Tabelle ‚Recherche der derzeit bekannten Rohstoffvorkommen‘) folgen meist von der Nutzung bis zur Erschöpfung der Quellen der Gaußschen Normalverteilung. Der Maximalpunkt wird in der modernen Ressourcenwissenschaft als „Peak“, bekannt. Vor allem durch den Erdölexperten Collin J. Campbell [7], etabliert. Ab dem Peak steigen in der Regel zunehmend die Energiekosten proportional zur Förderung gleichwohl gegenläufig zum Abflachen der Kurve. Wenig Ertrag, exorbitante Energiekosten, radikaler Eingriff in Ökologie und Natur. Siehe „peak oil“

Neben den Fundstellen und der aktuellen Fördermenge fehlt etwas Elementares zum besseren Verständnis der Situation. Die absolute Menge der zur Verfügung stehenden Rohstoffe ist nicht oder schwer voraussehbar. Wir wissen von den meisten Ressourcen die ungefähren Bestände, aber nicht die verlässliche Restmenge. Durch einen neuen Fundort können bisherige Kalkulationen und damit Kapazitäten obsolet werden.

Problematisch ist, dass Mäßigung für Menschen ohne ein absolutes, begreifbares Maß schwer vermittelbar ist. Die Erklärung der Endlichkeit wird so eine von der Wissenschaft behauptete abstrakte Größe. Eine moralische Wirkung auf das Verhalten der Menschen ist so, wenn überhaupt, schwer erzielbar. Das Ringen um die Nachhaltigkeit und die Einhaltung der auferlegten Ziele wird inflationär.

Wir kennen also die reellen absoluten Zahlen der Rohstoffvorkommen und -mengen nicht. Wir sehen allerdings eine fortwährend steigende Energiemenge zur Bergung und Gewinnung der Ressourcen. Die Verkaufspreise der Rohstoffe steigen entsprechend der Energiekosten. Bei Ressourcenvorkommen wie Öl oder Kohle, die uns seit langem bekannt sind, ist die Endlichkeit in Zahlen genauer. Jüngst entdeckte Ressourcen können mengenmäßig nur geschätzt werden. Etwa 20 der seltenen Rohstoffe gehen im Laufe dieses Jahrhunderts bereits dem Ende zu. Diese sind nicht mit den 17 leichten und schweren seltenen Erden zu verwechseln. [8] Zur Orientierung: Die weltweiten Erdölressourcen galten 2009 mit 38% als verbraucht. [9] Prof. Ugo Bardi spricht in seinem Buch „Der Seneca Effekt“ von der mineralischen Eschatologie. Das ist ein guter Begriff für ein mögliches Ende vieler unserer Ressourcen. Wenn wir um die Endlichkeit, Seltenheit oder mangelhafte Recyclingquote einzelner Ressourcen wissen, sollten wir alles daransetzen, diese nicht weiterhin in gewohntem Maße auszubeuten. (Platin, Rhodium, Tantalum, Gallium, Seltene Erden, Palladium, Gallium, Indium, usw.) Reiten wir weiter auf der Welle der maximalen Ausbeute, schwant uns am bitteren Ende ein Seneca Kollaps mit Neben- und Rückkopplungseffekten. Mit der Seltenheit und der Endlichkeit ist die Frage verbunden, ob es eine „sustainable zeroline“ [10] geben kann für bilanzierbare Rohstoffe oder Ressourcen. Eine realistische Schwelle oder Schwellwerte, anhand derer die Nachhaltigkeitsbemühungen eines Unternehmens gemessen werden kann.

Ressourcen

Ressourcen

Quellen

[1] https://www.gov.uk/government/publications/final-report-the-economics-of-biodiversity-the-dasgupta-review

[2] https://wertebilanz.com/natuerliche-ressourcen/ressourcenbilanzierung/

[3] https://www.youtube.com/watch?v=gSPHzkAHwqY, Denis Meadows

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

[5] https://clubofrome.de/veroffentlichungen, https://clubofrome.de/berichte

[6] Ugo Bardi, Der geplünderte Planet, Bundeszentrale politische Bildung 2013, https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/Bardi_bpb.pdf

[7] Collin J. Campbell, Study of Peak Oil and Gas, 2000 und Ölwechsel 2002

[8] https://selteneerden.de

[9] http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Downloads/Energierohstoffe_2009_Teil1.pdf?__blob=publicationFile

[10] J. D., Dahm: Benchmark Nachhaltigkeit: Sustainability Zeroline, transscript verlag, 2018

Wertesensorium entwickeln

WertePost – Wertesensorium entwickeln 2025

Wertesensorium

Wertesensorium entwickeln

 

Bilanzen

Sie entstammen einem mathematischen Refugium. Sie gehören zu dem Führungsinstrumentarium, um wirtschaftliche Prozesse und Entscheidungen in Unternehmen oder Organisationen zu erfassen, beziffern und zu dokumentieren.
Das bedeutet konkret zugleich für einen Zeitraum und als Statusfeststellung den ökonomischen Zustand abzubilden – Gewinn und Verlustrechnung (GuV) und Bilanz. Mit der Bilanz kann also die Werthaltigkeit eines Unternehmens festgestellt werden.

In der Vergangenheit beschränkten wir uns beim Bilanzieren auf vorwiegend finanzielle Aspekte. Darum ist es wichtig für ein Unternehmen, ein Wertesensorium zu entwickeln.
Werte haben zunächst eine andere Natur. Wir ordnen sie gewöhnlich der Philosophie zu, so als hätten sie nicht viel mit der harten wirtschaftlichen Realität zu; das ist einseitig. Werte entstammen ihrem Wesen nach dem Geistigen, sind also zunächst unsichtbar.
Darum benötigen diese initial eine ihnen entsprechende Vorgehensweise, um den folgenreichen materiellen Niederschlag im Sichtbaren und deren jeweiligen Stati in den Bilanzen erfassen zu können.

Dabei steht das Thema Wirksamkeit als Mittler zwischen der Entstehung eines Wertes (Beginn, geistig) und dessen Bilanzierung im Unternehmen (Ende, materiell). Werte sind geistige Entitäten, die uns Menschen zur Verfügung stehen; sie können sich an diesen orientieren. Wichtig ist zu erkennen, dass einzelne Werte für sich gesehen nicht solch eine Kraft entfalten können, wie Konstellationen oder Kompositionen von mehreren Werten.

 

 

Konstellation und Komposition

Konstellationen können schon durch die Anziehungskräfte der Werte zueinander entstehen, sofern wir diesen Werten den Raum dazu geben. Kompositionen sind die Folge eines kreativ-künstlerischen Prozesses. Sie entstehen durch menschlichen Willen und kreative Schaffenskraft.
Die Entscheidung, welche Werte für ein Unternehmen die richtigen sind und vor allem in welcher Komposition, ist der Beginn einer jeglichen Wertearbeit und Hinführung zu einer neuartigen Unternehmenswertebilanzierung. Die Beobachtung der Werte im Unternehmen führt folgerichtig zu einer anderen Systematik und Form der Erfassung:
Von der Wertentstehung bis zur Bilanzierung = Wertebilanz. Dazu bedarf es neuer Fähigkeiten der Beteiligten. Außerdem benötigt es Verantwortungsträger für die Beobachtung/Verfolgung der Werte und deren Wachsen. Dieser Prozess schafft eine breitere Beteiligung der Mitarbeiter am Finanzwesen.
Mitarbeiter, die an diesem neu geschaffenen Wertesensorium angeschlossen sind, werden integraler Bestandteil eines neuen Unternehmensbewusstseins. Sie fühlen sich als Teil des Unternehmensganzen.
Transparenz schafft und fördert die Kooperation nach innen wie nach außen. Das zukünftige Sensorium ist die Grundlage für eine im ersten Schritt interne Unternehmensvision, die dann im Anschluss auch nach außen Strahlkraft entwickeln kann.

 

 

Wertesensorium entwickeln – am Puls der Zeit

Das Wertesensorium ist wie ein mehrdimensionales, vielschichtiges Pulsmessen an ausgewählten Punkten. Dies verläuft allerdings kontinuierlich wie Monitoring, allerdings INNERHALB der Bilanz. Wie Werte Wachsen, oder auch vergehen, wie diesen Wertentstehungsprozess in den Fokus zu bekommen, ist Sinn der ganzen Übung. Festgehalten werden die Veränderungen und Stati folgerichtig in der Bilanz.

Das interessiert nicht nur Inhaber und Mitarbeiter, sondern auch Investoren und Banken.
Werte, die einen langfristigen Charakter haben, also über ein Wirtschaftsjahr hinaus, gehören zu unserem erweiterten Ressourcenbegriff.  Diese finden ihren Platz in den Aktiva, sind also Vermögen. Beispiele dafür sind natürliche Ressourcen wie Rohstoffe (Link auf Rohstoff Blog) oder menschliche Ressourcen wie Fähigkeiten und Qualifikationen. Die innerhalb eines Jahres buchbaren Werte verbleiben in der GuV.

Dies sind ausgewählte Werte aus den 42 Best-Practice Unternehmenswerten, die für die Wertebilanz https://monnet.biz/wertesensorium zur Verfügung stehen. Diese sind keine in Beton genau gegossenen Werte. Jedes Unternehmen findet erfahrungsgemäß ihre eigenen Wertekonstellationen und Wertekompositionen.

Die Werte in der Grafik sind beispielshalber ausgewählte Werte, die wiederum für sich Konstellationen untereinander eingehen. Diese ergeben sich aus den Werten selbst und durch die Handlungen der beteiligten Menschen und Mitarbeiter. Die Messpunkte des Wertesensoriums können unterschiedlich sein. Um das dann in der Bilanz abzubilden, kann mit der Differenzierung des Kontenplans für die Aufwendungen (Zeit pro Mitarbeiter, Euro für Material, Raumkosten und so weiter) angefangen werden. Im zweiten Schritt werden neue, mit den Aufwendungen korrespondierende Ertragskonten eingerichtet.

Wie bei einer Produktentwicklung können Ausgaben auch mehrjähriger Natur sein. Ebenfalls kann davon ausgegangen werden, dass diesen Ausgaben korrespondierende mehrjährige, zeitlich versetzte Erträge gegenüberstehen werden. Wirkungsbuchung heißt das Stichwort. (Link zur Wirkungsbuchhaltung). Dies wird im Buch Wertebilanz detailliert ausgeführt.

Das klingt vielleicht kompliziert und aufwendig, das ist es für einen versierten Geschäftsführer und Bilanzbuchhalter in keinster Weise. Es sind bekannte „Bordmittel“, mit denen gearbeitet werden kann. Aufwändig ist allenfalls der initiale Aufwand, die Methode zu lernen und ausgewählte Mitarbeiter an Bord zu holen. Eine Softwareentwicklung ist bei weitem schwieriger und komplexer.

Mit einem passgenauen Wertesensorium stellt sich ein Unternehmen gut für die Zukunft auf. – Wertesensorium entwickeln – Es zeigt den Willen, in Werte, Entstehung und deren Wirkungsverfolgung zu investieren (überwiegend menschliche Arbeitszeit).
Ergebnis des überschaubaren Aufwandes für die Mitarbeiter und Führung sind die Entdeckungsfreude und das wachsende Bewusstsein, Bestandteil des Unternehmenswachstums zu werden.

Wertebilanz – Werte nachhaltig bilanzieren für eine zukunftsfähige Ökonomie
Lindemanns Bibliothek – Fachbuch
ISBN 978-3-96308-110-1 · 29,80 Euro

monnet – Unternehmensentwicklung

Höhere Werte

WertePost – Höhere Werte, Werteebenen für die Wertebilanz 2020

Höhere Werte

 

Höhere Werte, Werteebenen für die Wertebilanz

 

Werteebenen

Wir möchten die Werte, die wir als besonders interessant und weiterführend einschätzen, in eine vielleicht auf den ersten Blick ungewöhnliche Ordnung bringen. Hierbei betonen wir, dass es sich um kein starres System handelt. Es ist eher eine Aufteilung und Gliederung, damit die Charaktereigenschaften der Werte und ihre Zusammenhänge klarer werden. Keinesfalls soll hier der Versuch unternommen werden, die Werte in eine Taxonomie zu zwängen. Damit dies eingängiger ist, verwenden wir die Bilder Sonne, Planeten und Erde.

Diese drei Ebenen liegen zwischen großen, höheren und individuellen, also dem Menschen näherliegenden Werten. Aufgrund dieser Ebenen ergibt sich so etwas wie eine bewegliche Hierarchie. Höhere Werte (Sonne), mittlere Werte (Planeten), irdische Werte (Erde). Mit dieser Systematik für die Wertepaare möchten wir die vielschichtigen Verbindungen der Werte mit dem Menschen und dem Unternehmen herstellen. Wir wählen exemplarisch aus jeder Werteebene ein Wertepaar aus.

‚Das hat doch keinen Einfluss auf meinen Umsatz und das Geschäft‘; das ist vollkommen altes Denken. Erst wenn wir weiter auf die Werte auf der mittleren und irdischen Ebene zu sprechen kommen, werden diese handfester und orientieren weit konkreter. Aus der Beschäftigung mit diesen Werten wird klar, welchen Impact sie auf Mitarbeiter, Unternehmen und Unternehmer haben.

In der Folge werden wir sehen, welchen Einfluss die konkreten Werte für die Wertebilanz haben können.

 

Mut und Mäßigung

Diese beiden Werte möchten wir an dieser Stelle als die derzeitigen Favoriten würdigen. An Aktualität sollten sie mehr in den Fokus der Menschheit treten. Beide sind bereits den Griechen als Kardinaltugenden bekannt, heute mehr denn je von großer Bedeutung. Wir beginnen mit dem Mut und in einem zweiten Blog folgt die Mäßigung.

 

Mut und höhere Werte

Wer Mut oder Wagemut zeigt, traut sich in Gefahrenzonen, in unkalkulierbare Situationen oder aus der zivilisatorischen Komfortzone. Mut ist nicht angeboren, sondern erlernbar. Tapferkeit und Mut werden gerne in Zusammenhang gebracht. Tapferkeit oder Heldenmut ist eine der vier platonischen Kardinaltugenden und erklärt sich mit Standhaftigkeit, dem Furchtbaren trotz Furcht trotzen um des guten Willens wegen. Im unternehmerischen Zusammenhang benötigt es neben Initiative und Können auch Stärke und Raum und Möglichkeit dafür, diese zu zeigen und jenes zu erwirken.

Um Mut im Unternehmen zu entwickeln bedarf es Beharrungskraft und eines inneren Kompasses, sich für das Richtige zur passenden Zeit einzusetzen. Tatkraft ist eine Doppelung, die Fähigkeit zu handeln mit größter Energie. Wagemut trägt Hoffnung und Zuversicht in sich, die Zukunft in eine sinnvolle Richtung wenden zu können. Das Zentrale dabei ist der freie Wille. Wille, der zu mutigen Handlungen und Eigenwilligkeit führt. Dieser ist ungebunden und entspringt dem individuellen Kern des Menschen.

Die großen Probleme unserer Zeit sind sicherlich nur durch großen Mut zu lösen. Wegducken, Ignorieren und Schuldzuweisungen sind beobachtbare mutlose Verhaltensweisen. Es bedarf einiger Portionen unternehmerischen Wagemutes, Prozesse im Unternehmen zu verändern, die den Anschein erwecken, als seien sie unveränderlich. Oder jene Fahrwasser zu verlassen, welche in die Irre führen. Dazu gehören auch ausgetretene Pfade althergebrachter Traditionen.

 

Krisen meistern

Mut bedeutet auch, sich neuen Themen zu stellen. Wie kann Verantwortung neu begriffen werden im Umgang mit den natürlichen, menschlichen und sozialen Ressourcen? Mut wird zumeist mit bevorstehender Gefahr in Verbindung gebracht. Bedrohungen und Gefahren wurden seit der Antike durch mutige Taten überwunden oder abgewendet. Wir sehen uns derzeit durch viele Gefahren bedroht. Vor uns stehen mögliche Klimakatastrophen, herannahende Kriege und eine weitere Weltwirtschaftskrise. Bringen wir lieber Mut mit Klugheit für die zu gewinnenden Erkenntnisse zusammen, als mit dem Rücken an der Wand stehen zu bleiben.

 

Höhere Werte

Wir möchten die Werte, die wir als besonders interessant und weiterführend einschätzen, in eine vielleicht ungewöhnliche Ordnung bringen. Hierbei betonen wir, dass es sich um kein starres System handelt, sondern eher eine Aufteilung und Gliederung. Keinesfalls soll hier der Versuch unternommen werden, die Werte in eine Taxonomie zu zwängen. Damit es eingängig ist, verwenden wir die Bilder Sonne, Planeten und Erde. Dies, um zum Ausdruck zu bringen, dass diese Ebenen höherer und individueller Natur, also dem Menschen näher liegend sind. Aufgrund dieser Ebenen ergibt sich so etwas wie eine bewegliche Hierarchie.

Höhere Werte (Sonne), mittlere Werte (Planeten), irdische Werte. Mit dieser Systematik für die Wertepaare möchten wir die vielschichtigen Verbindungen der Werte mit dem Menschen und dem Unternehmen herstellen. Wir wählen exemplarisch aus jeder Werteebene ein Wertepaar aus. Das hat doch keinen Einfluss auf meinen Umsatz und das Geschäft. Das ist altes Denken. Erst wenn wir weiter auf die Werte auf der mittleren und irdischen Ebene zu sprechen kommen, werden diese handfester und orientieren weit konkreter. Aus der Beschäftigung mit diesen Werten wird klar, welchen Impact sie auf Mitarbeiter, Unternehmen und Unternehmer haben.

 

Wertebilanz

Diese Faktoren und Werte können entweder direkt in der GuV abgebildet werden oder mittels Wirkungsbuchungen oder zum Teil im Vermögen der Bilanz verankert werden. So entstehen monetarisierbare Erfahrungswerte über die tatsächlichen Leistungen des Unternehmens. Diese können als Benchmarks in der Bilanz hinterlegt werden. Wir können die Ressourcen nicht weiterhin als Waren oder Dinge in unseren Bilanzen behandeln. Jede Ressource verdient eine ihr gemäße Behandlung und Wertschätzung. Diese können wir zum Ausdruck bringen, indem wir den (schonenden) Umgang auch in unsere Bilanzen tragen.

 

Wertebilanz – Werte nachhaltig bilanzieren für eine zukunftsfähige Ökonomie

Lindemanns Bibliothek – Fachbuch

ISBN 978-3-96308-110-1 · 29,80 Euro

 

 

monnet – Unternehmensentwicklung